Brennberg ist im eigentlichen Sinne kein Stadtdorf, sondern war ein Stadtteil von Ödenburg und Bogenriegel entstand auf dem Gebiet von Agendorf, Gründe genug um hier ein wenig von der interessanten Geschichte dieses Bergwerksortes zu berichten. Ein Großteil der Artikel wurde uns dankenswerter Weise von Ferdinand Becher zur Verfügung gestellt, sie entstammen seinem Buch: "Erzählungen aus der Brennberger Vergangenheit" das in liebenswerter Weise die Geschichte von Brennberg für alle am Leben erhält. Die Farbfotos, die die Artikel begleiten stammen von unseren Teammitgliedern Walter Rossmann und Thorsten Söder; wohingegen die s/w-Fotografien ebenfalls dem oben erwähnten Buch entstammen.

Fotogalerie BrennbergBrennberg aus "Ödenburg und Umgebung" (E.Schusteritsch)
Brennberg aus der Sicht von Franz ZeltnerDer alte Hirte auf dem Brennberg
Die geographische Lage von BrennbergDie Entwicklung der Brennberger Siedlung
Sklaven der KohleDie Entwicklung des Kohlenbergbaues und seine Pachtverhältnisse in Brennberg
Kampf der BergleuteDie Geschichte der Brennberger Schule
Die Geschichte des Brennberger KindergartensDie Geschichte der Brennberger Kirche
Die letzten Tage des 2. Weltkrieges in der SiedlungUngarn nach der Befreiung
Beschützer der Brennberger SiedlungMenschenjäger – persönliche Erinnerungen von Ferdinand Becher
Denkmäler und Rastplätze an der ungarisch-österreichischen GrenzeDie Geschichte der Helenen-Siedlung
Brennberger entdecken BrennbergDie Technik erobert das Brennberger Tal
Zurückerinnerung Brennberger BergleuteKöhlerei im Brennberger Tal
Die Geschichte des "Blechernen Christus" in Brennberg Brot backen in der Brennberger Siedlung
Die Vergangenheit erzählt vom Brennberger FußballEs war einmal: die Brennberger Chöre
"Das Bergmannskind" - Prosa von Richard Hruby"Im brennenden Berg" - Prosa von Martin Prosenec
"Brennberg" - Prosa von Franz Zeltner

Alte Schriften bestätigen, dass in Brennberg im Jahre 1891 zum ersten Mal ein Gesangsverein gegründet wurde, mit einer Gruppe aus mehreren Bergleuten. 1918 hatte Josef Horn Brennberger Schullehrer zum zweiten Mal einen Männer-Chor gegründet. Von ihm hatte sein Vater ein Bergbaubeamter den Chor übernommen und weiter geführt, er gründete zusätzlich auch einen Frauen-Chor.

Vor Beginn des Brennberger Kohlenbergbaues arbeiteten schon Köhler im Fichtental. Dieser Beruf ging vom Vater auf Sohn über, es war meistens ein Familienbetrieb. Heute ist dieser Beruf schon im Aussterben begriffen. Billige Industrieerzeugnisse verdrängen die gute Qualitätsholzkohle vom Markt. Die Köhler hatten ihre Gelände, die sie von Frühling bis Herbst einwanderten. Auf so einem Terrain standen meistens zwei Brenner, diese standen auf Plätzen, wo man sie mit Sicherheit in Betrieb halten konnte. Allgemein auf Waldwiesen oder Lichtungen wurden sie  aufgebaut, wo ein Bach oder durch seinen Stau eine Lacke entstand.
Nahe zum Holzkohlenbrenner errichtete die Familie eine Holzhütte, wo sie die ganze Zeit wohnte. Das war ihre Wohnung, wo die Mutter kochte, wusch, und die Familie sich ausruhte. Zu der Familie gehörte meist noch ein Hund, welcher die Holzhütte bewachte.

Zum Beginn des Bergbaues im Fichtental war die Armut der Bergbaufamilien recht groß. Sie lebten in unmenschlichen Verhältnissen, besonders im Bereich der Verpflegung. Zur Winterzeit gab es öfter Tage, an denen das eine oder andere Familienmitglied hungern musste.
Daher spielte das Wildern in jeder Familie eine große Rolle, durch das Wildfleisch ergänzten sie ihre Speisenfolge. Die wildernden Väter waren harte Männer, und ohne Ausnahme jagten sie jedes Tier, deren Fleisch essbar war.

Das Gebet lautet auch so: Gib uns unser tägliches Brot. Sogar Ende des zwanzigsten Jahrhunderts ist noch immer das tägliche Brot die größte Sorge der Familien. So war es auch nach der Gründung der Brennberger Siedlung.
Durch die Armut der Bergbaufamilien konnten die Mütter ihren Kindern nicht jeden Tag Brot geben. Meistens nur am Abend zum Abendessen, denn da war die Familie immer beisammen.

Wo heute Tannenwipfel wehen, der Waldarbeiter Bäume sägt,
und Birken, Kiefern Sträucher stehen, der Jäger Hirsch und Rehe hegt.
Da gab es noch vor dreißig Jahren, ein Bergwerk, wo man Kohle fand,
Dort sind die Bergleut eingefahren, zum tiefsten Schacht im ganzen Land.
Da drehte sich vorn frühen Morgen, das Rad vorn Förderturm und rief,
den Bergmann, der nicht ohne Sorgen, hinabfuhr soviel Meter tief.

Friedrich Aller kam von Deutschland nach Brennberg und arbeitete als Bademeister beim Bergbau. Er brachte 1923 den Fußball als absolute Neuheit nach Brennberg. Aller gründete 1924 den ersten Fußballverein in Brennberg, gespielt wurde im Bogenriegel auf einer Wiese. Das Fußballspiel war anfangs ein reines Freizeitvergnügen, aber schon 1924 wurde die Mannschaft nach Ödenburg eingeladen um Freundschaftsspiele auszutragen. Eingeladen wurde die Mannschaft von folgenden Vereinen:
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