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Vertreibung der Deutschen aus Ödenburg 1946

Autor(en):
Dr. András Krisch

Erscheinungsjahr:
2006
Bezugsquelle:

Claudia Söder

Das Buch wurde am 15.09.2006 der Öffentlichkeit vorgestellt und ist seit diesem Zeitpunkt im ungar. Buchhandel erhältlich, in Deutschland kann das Buch über uns bezogen werden.

Seit dem Oktober 2007 ist das Buch auch auf deutsch erhältlich, es kann derzeit direkt über den Autor (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) bezogen werden.

 

Buchpräsentation

Die Deutsche Selbsverwaltung in Ödenburg und der Escort Verlag laden ein zur Vorstellung des Buches András Krisch: A soproni németek kitelepítése 1946 [Vertreibung der Deutschen aus Ödenburg 1946]. Die Buchpräsentation findet statt am Freitag, den 15. September 2006, um 18 Uhr in Ödenburg (Sopron), im Komitatshaus (Hauptplatz 5.) Das Buch wird von Prof. Dr. Erzsébet Szála Kulturhistoriker, Dekan präsentiert.
Das Buch erscheint im Dezember auf Deutsch.

Zum Inhalt

Das Buch von András Krisch beschreibt auf Grund von Archivquellen, der Fachliteratur und Erinnerungen der Zeitzeugen die Vertreibung der Deutschen aus Ödenburg 1946, und den Weg, der zur Vertreibung führte. Nach dem 2. Weltkrieg hielt der "Aussiedlungsbeschluss" der ungarischen Regierung die Kollektivschuld der gesamten deutschen Bevölkerung in Ungarn fest. In Ödenburg selber begann seitens der weltlichen und kirchlichen Intelligenz ein Versuch, einen Teil der in der Stadt lebenden Deutschen von der Vertreibung zu befreien. Die Situation des Deutschtums in Ödenburg ist nämlich wegen der Volksabstimmung im Jahre 1921 als spezifisch einzustufen gewesen, da ohne ihre Stimmen die Stadt Ödenburg und ihre Umgebung nicht bei Ungarn geblieben wäre. Jetzt erwarteten sie für ihre Treue ihre Belohnung. Wieso gelang es nicht, die Ödenburger Deutschen von der Vertreibung zu befreien? Auch auf diese Frage unter anderen antwortet die vorliegende Arbeit.

Im dramatischsten Teil zeigt der Autor die Stimmung an den Ödenburger Bahnhöfen, die Heimatliebe, die seit Jahrhunderten die Deutschen in Ödenburg auszeichnete. "Einige Männer zeigten mir ihre harthäutigen Hände, andere ihre in den beiden Weltkriegen erfahrenen Verwundungen, ihre verstümmelten Arme und Füße, die sie während der Verteidigung der Heimat erlitten haben. Was wird aus unseren schönen Kirche, die von unseren Vätern gebaut wurde, fragte Hunderte und Hunderte. Denken Sie an uns, beten Sie für uns, vergessen Sie uns nicht. " - können wir in den Aufzeichnungen des evangelischen Inspektorpriesters Ludwig Ziermann, der am Ödenburger Bahnhof die Vertriebenen verabschiedete.

Infolge der Vertreibung traten in der zertrümmerten Stadt, die die Folgen des Krieges noch nicht überwunden hat, Versorgungsnöte auf, der Wiederaufbau ist ins Stocken geraten, die langfristigen Auswirkungen sind in gewisser Weise bis heute zu spüren. Die CD-Beilage beinhaltet die Liste der aus Ödenburg vertriebenen Deutschen, die der Stadt auch heute noch fehlen.