Die Deportierung der Deutschen aus Brennberg wurde in zwei Gruppen geteilt. Der Beginn wäre der 20. November 1945 gewesen.
 
In der Nacht erschienen Transportfahrzeuge des Militärs mit Soldaten am Hauptplatz der Siedlung. Die hätten die volksdeutschen Familien mit ihrem Hansgepäck aus ihren Wohnungen geholt und nach Ödenburg zum Südbahnhof (Soproni Déli pályaudvar) gebracht. Von dort wäre dann die Reise nach Deutschland weitergegangen.
 
1. Gruppe
2. Gruppe
  • Bogenriegel
  • Barbara-Siedlung
  • Ödenburgerstraße
  • Eisenbahnzeile
  • Alt-Hermes-Siedlung
  • Neu-Hermes-Siedlung
  • Glockengasse
  • Alt Brennberger Straße
  • Alte Schulzeile
  • Marthazeile
  • Kurutzenkreuz-Siedlung
  • Schmiedgraben-Zeile
  • Gelbeshaus-Zeile
  • Alt-Brennberger-Siedlung
 
Als das Militär in Brennberg ankam, meldete sich der dienstführende Offizier beim Bergbaudirektor Vaj, sagte ihm den Grund seines Kommens und zeigte ihm seinen schriftlichen Befehl. Da war es 23 Uhr abends. Als Vajk dieses zur Kenntnis nahm, bat er den Offizier um eine Stunde Aufschbild22ub der Aktion. Er rief sofort den Bergbauökonomen Breuer zu sich. Sie besprachen kurz die Lage, was zu machen sei, um die Bergbaufamilien vor der Deportation zu retten.
 
Beide Herren riefen danach aus ihrem Büro Budapest an. Mit wem sie sprachen, blieb unbekannt, aber in einer knappen Stunde war die Aktion von Budapest aus telefonisch abgeblasen. Der mit der Aktion betraute dienstführende Offizier wurde zum Telefon gerufen und die Deportierung wurde sofort abgesagt. So konnten die Volksdeutschen Bergbauerfamilien in Brennberg bleiben.
 
Im Jahre 1947 kam es zum zweiten Mal zu einer Aussiedlungsaktion der Volksdeutschen in Brennberg. Da half die Leitung der kommunistischen Partei von Brennberg und das kommunistische Partei-Sekretariat in Ödenburg. Als Begründung zum Bleiben gaben diese folgendes an: wenn die Grubenarbeiter ausgeliefert werden, ist der Kohlebergbau zur Stilllegung verurteilt; denn so schnell können sie ungarische Grubenarbeiter nicht für die Brennberger Grube bekommen. Die Volkswirtschaft braucht aber dringend die Kohle.
 
Quelle: Ferdinand Becher, "Brennbergbánya 1753-1953