Die erste schriftliche Erwähnung des Namens des Dorfes erfolgte nach unseren gegenwärtigen Kenntnissen im Jahre 1194. Damit beschäftigt sich eine Urkunde, so ist mit Recht anzunehmen, dass die Siedlung als „Ödenburg“ schon vorher existierte. Soviel ist sicher, dass die Gemarkung schon Spuren von Menschen aus der Zeit der Römer bewahrt. Der Banus Domonkos gründete die Abtei von Kedhely, d.h. von Borsmonoster. Text der Urkunde (Neues Urkundenarchiv der Arpadenzeit):

„Ich möchte allen, sowohl den Anwesenden als auch den Zukünftigen – Nachfolgern – zur Kenntnis bringen, dass ich, Banus Domonkos, mit Erlaubnis und Ermächtigung des Papstes, sowie auf Befragung und mit Einverständnis von König Béla schenke: Ich schenke unter Eid dem II. Abt und den Brüdern des Heiligen Kreuzes meinen VIII. Besitz mit seinen gesamten Einnahmen und den dazugehörenden Gütern auf Ewigkeit:

Solange ich das Kreuz annehme und den Weg bis zum Grabe des Herrn folge, nehmt ihn von mir und baut für diesen Orden das aus Zellen bestehende Gebäude zu Ehren der ewig glorreichen Jungrau Maria auf. Ich verspreche, dass ich dem Kloster CCC, d.h. 300 Mark Silber, C=100 Rinder (Ochsen), M=1000 Eier, X=10 ständige Diener geben werde. Die Namen meiner Besitztümer, die ich gesammelt habe: Menyhard, Babaduri – Vkas, Bran, Dag. All die sind unberührt (vollkommen versorgt) mit Wein, molendinen Wiesen, Wäldern, Flüssen, bearbeiteten Feldern und Brachland. All das übergebe ich dem Abt und den Mönchen, sowie den ebendort Gott Dienenden, zum freien Gebrauch für alle Ewigkeit. Damit niemand nach meinem Tode, weder meine Gattin, noch mein Sohn, noch irgendwelche anderen Verwandten sich wagen, mein Geschenk zu verkleinern oder zu teilen, bekräftige ich meinen Entschluss mit meinem Siegel“.

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Original auf Lederhaut, das Siegel ist verloren gegangen, Budaer königl. Kammer, Archiv.
Mit vielen Fehlern herausgegeben: bei Fejér Cod. Dipl. Band II, 299 L, v, ö, V.k.l.r. 289 L.

Aus dem Lateinischen ins Ungarische übersetzt von Antal Jéhn, Apotheker.

Quelle: Agendorfer Mosaik
Andreas Böhm (1991)